29.09.2017
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Handy-Versicherungen mit Leistungs-Ausschlüssen!

Viele Konsumenten/-innen vertrauen darauf, dass sie mit einer Handyversicherung im Falle eines Missgeschicks gegen hohe Reparaturkosten abgesichert sind. Dass dem nicht immer so ist, zeigt der Fall eines jungen Mühlviertlers. Handybesitzer/-innen, die auch von einer ungerechtfertigten Ablehnung betroffen sind, können sich an die AK-Konsumentenschützer wenden. 

Handy-Versicherung wollte nicht zahlen

Herr K. aus dem Mühlviertel wollte sich beim Kauf seines neuen iPhone 6s absichern und ließ das Gerät zur monatlichen Prämie von 6,50 Euro versichern. Vorsichtshalber bewahrte er das Gerät, das 369 Euro gekostet hatte, in einer Schutzhülle auf. 

Im Mai geschah dann das Missgeschick: Als Herr K. das Handy aus der Schutzhülle nehmen wollte, fiel es ihm aus seinen leicht verschwitzten Händen und landete unglücklicherweise im WC. Er war froh, die Handyversicherung abgeschlossen zu haben, wurde aber zunächst enttäuscht. Die Versicherung lehnte jeglichen Ersatz ab: Der junge Präsenzdiener habe grob fahrlässig gehandelt. 

AK-Konsumentenschützer konnten helfen

Schließlich wandte sich Herr K. an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer. Für die Experten/-innen der AK Oberösterreich war das Verhalten nicht grob fahrlässig und sie erreichten, dass die Versicherung die Behebung des Schadens doch noch übernahm.

Ähnlich erging es auch Frau J., deren Handy aus der hinteren Hosentasche in die Toilette gefallen war. Die Versicherung lehnte ebenfalls mit der Begründung ab, dass der Schaden grob fahrlässig verursacht worden sei. Dies obwohl hier im Werbefolder der Versicherung sogar beispielhaft angeführt war, dass Versicherungsschutz besteht, wenn das Handy versehentlich in die Toilette fällt. Auch in diesem Fall lenkte die Versicherung ein und erledigte den Fall positiv.

Was bedeutet grob fahrlässig?

Als grob fahrlässig gilt im rechtlichen Sinne ein Fehler, der einem ordentlichen Menschen in derselben Situation keinesfalls unterlaufen würde und bei dem der Eintritt eines Schadens geradezu vorhersehbar ist. In diesen Fällen sind Schadensversicherungen zur vollständigen Ablehnung der Leistung berechtigt, sofern Schäden aus grober Fahrlässigkeit nicht ausdrücklich mitversichert sind.

Weitere Ausschlussgründe

Grobe Fahrlässigkeit  ist bei weitem nicht der einzige Ausschlussgrund im Kleingedruckten von Handyversicherungen. Manche Leistungsausschlüsse lösen bei näherer Betrachtung allerdings nur Kopfschütteln aus:

So nehmen manche Versicherungen Leistungsfreiheit schon bei einem unsorgfältigen Umgang mit dem Handy an. Ein solcher liegt schon dann vor, wenn das Handy etwa aus der Hosen-, oder Handtasche rutscht und auf den Boden fällt. Einer Konsumentin wurde zum Beispiel die Reparatur ihres Smartphones nach einem Sturzschaden deswegen verweigert, weil sie das Handy in ihrer Handtasche nicht sicher genug verwahrt habe. Die Konsumentin blieb trotz ihrer teuren Premium-Versicherung auf dem Schaden sitzen.

Schutz gegen Diebstahl - der meist noch extra kostet - ist in vielen Fällen nur versichert, wenn das Handy sicher in persönlich mitgeführt wurde. Zum Teil geht der Versicherungsschutz bereits dann verloren, wenn das Handy auch nur kurzfristig unbeaufsichtigt abgelegt wird.

Beim Einbruchsdiebstahl aus dem KFZ kommt es sogar auf die Uhrzeit des Schadensfalls an. Schutz besteht hier nach manchen Bedingungen nur dann, wenn das Handy nachweislich zwischen 6 und 22 Uhr aus dem Auto entwendet wurde. Keine Minute früher oder später!

Wir raten Ihnen daher

Prüfen Sie vor Abschluss die Kosten und Bedingungen einer Handy-Versicherung und überlegen Sie, ob sich die Ausgaben lohnen.

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