02.07.2021

Muster­ver­fahren erfolg­reich - Geld zurück von CleverFit

Einer Konsumentin aus Linz buchte CleverFit auch während der Lockdown-Monate den Beitrag fürs Fitnessstudio ab. Als das Studio in Steyr auch nach dem Vertragsende die Beiträge nicht zurückzahlte, klagte die Konsumentin mit Unterstützung der Arbeiterkammer Oberösterreich. Nach der Zustellung der Klage zahlte das Unternehmen die Beiträge sofort zurück.

Die Konsumentin hatte im September 2019 einen Vertrag mit CleverFit in Steyr abgeschlossen. Während der Lockdown-Monate buchte das Studio weiterhin die monatlichen Beiträge von 29,90 Euro ab. Im Oktober 2020 kündigte die Konsumentin und der Vertrag endete am 31.1.2021. Auch auf die schriftlichen Aufforderungen durch den Konsumentenschutz zahlte CleverFit die Beiträge nicht zurück. Die Konsumentin klagte mit Unterstützung der Arbeiterkammer Oberösterreich auf Rückzahlung von 163 Euro. Nach der Zustellung der Klage zahlte das Unternehmen diesen Betrag und die Kosten der Klage in Höhe von 221,88 Euro.

Klare Rechtslage für Konsumentenschutz 

Wenn das Fitnessstudio wegen höherer Gewalt seine Leistung nicht erbringen kann, müssen die Kunden/-innen auch nicht dafür zahlen. Viele Fitnessbetriebe in Oberösterreich hielten sich an die gesetzliche Vorgabe und buchten keine Beiträge ab. Es gab aber auch Unternehmen, die trotzdem regelmäßig den Monatsbeitrag einhoben, wie CleverFit. Das macht das Unternehmen zum Spitzenreiter bei den Beschwerden über Fitnessstudios bei den Konsumentenschützern/-innen der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Wer ist CleverFit?

Dabei handelt es sich um ein Franchiseunternehmen aus Deutschland. In Oberösterreich gibt es 5 Standorte in Linz, Wels, Traun und Steyr, die von der WBH Fitness GmbH, der MBC Fitness GmbH, der CFG Fitness GmbH und der ASK Fitness GmbH betrieben werden. Ein Blick ins Firmenbuch zeigt, dass mit Ausnahme der ASK Fitness GmbH hinter allen GmbHs die gleichen Gesellschafter stehen, die teils mit anderen GmbHs auch viele Studios in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und Kärnten betreiben.

Verträge nicht automatisch ver­längert

In einigen Fällen zahlte CleverFit die Beiträge für die Lockdown-Monate zwar zurück. Allerdings gehen die Betreiber davon aus, dass mit der Rückzahlung automatisch die Mindestvertragslaufzeit um die rückerstatteten Monate verlängert wird. Auch für diese Vorgangsweise gibt es keine gesetzliche und in der Regel auch keine rechtswirksam vereinbarte vertragliche Grundlage. Ohne Zustimmung der Kundinnen und Kunden kann das Unternehmen nicht einfach den Vertrag verlängern oder stilllegen. In Deutschland gibt es dazu schon Urteile zugunsten der Konsumenten/-innen. Die AK Oberösterreich wird ihren Mitgliedern bei Klagen von CleverFit aktiv zur Seite stehen und Musterverfahren führen.

Fordern Sie Ihr Geld zurück

Mit Hilfe unseres Musterbriefs können Betroffene die zu Unrecht abgebuchten Beiträge zurückfordern und der unzulässigen Vertragsverlängerung widersprechen. Wenn CleverFit nicht positiv reagiert, wenden Sie sich an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich.

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