"Donauland" ignoriert Kündigungen und bedrängt Kunden

Beim Konsumentenschutz häufen sich Beschwerden über "Donauland". Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Buchgemeinschaft ignoriert etwa gesetzliche Kündigungsfristen und informiert Konsumenten/-innen darüber falsch. Viele Konsumenten/-innen, die im letzten Jahr ihre Mitgliedschaft kündigen wollten, erhielten vom Unternehmen entweder überhaupt keine Reaktion oder es wird mitgeteilt, dass die Kündigung erst zu einem viel späteren Zeitpunkt (zumeist zum Jahresende 2018) wirksam ist.

Aber nicht nur das: Viele Mitglieder, die schon vor Jahren gekündigt haben, werden nun mit unbestellten Waren (meist Bücher und CDs) samt Rechnung und Erlagschein konfrontiert. Wird die beiliegende Rechnung nicht beglichen, werden die Konsumenten/-innen mit Mahn- und Inkassoschreiben unter Druck gesetzt. Auf Reklamationsschreiben von Konsumenten/-innen, in denen darauf hingewiesen wird, dass die Waren nicht bestellt wurden, reagiert „Donauland“ nicht oder schickt sogar noch weitere Mahnschreiben. Die Arbeiterkammer wird dagegen klagen. 

Klare Gesetzeslage

Nach dem Konsumentenschutzgesetz können Verbraucher/-innen bei Verträgen der Art, die auf unbestimmte Zeit  abgeschlossen wurden, die Mitgliedschaft nach Ablauf des ersten Vertragsjahres - danach zum Ende des darauffolgenden halben Jahres kündigen. Dabei ist jeweils eine 2-monatige Kündigungsfrist zu beachten.

Unbestellte Ware brauchen Sie nicht zu bezahlen. Sie sind nach dem Gesetz auch nicht dazu verpflichtet, unbestellte Waren zurückzuschicken oder aufzubewahren. Bei derartigen Zusendungen handelt es sich um eine aggressive Geschäftspolitik. 

TIPPS FÜR DONAULAND-MITGLIEDER

  • Damit Sie nachweisen können, dass Ihre Kündigung auch tatsächlich bei „Donauland“ angekommen ist, empfehlen wir, diese jedenfalls eingeschrieben mit Übernahmeschein zu senden. Behalten Sie eine Kopie des Schreibens und den Übernahmeschein gut auf. 

  • Reagieren Sie auf nicht bestellte Lieferungen richtig:
    Lassen Sie sich nicht täuschen oder einschüchtern -  zahlen Sie keinesfalls für unbestellte Ware! Teilen Sie dem Unternehmen schriftlich mit, dass Sie die zugesandte Waren nicht bestellt haben und die Kaufpreisforderung nicht berechtigt ist. Tun Sie auch das am besten eingeschrieben und mit Übernahmeschein. 

  • Sie sind nicht verpflichtet, die unbestellten Waren an das Unternehmen zurückzuschicken oder aufzubewahren (§ 864 Abs. 2 ABGB).

Wenn Sie betroffen sind, wenden Sie sich an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer. Wir unterstützen Sie gerne.

INFO

Bei „Donauland“ handelt es sich nicht um die Rechtsnachfolgerin der bekannten, ehemaligen „Buchgemeinschaft Donauland“, von der Bücher zu günstigen Konditionen erworben werden konnten und pro Quartal ein Buch gekauft werden musste. Vielmehr steht die in Wien ansässige Firma S24D Shop Direct GmbH dahinter, die auch die Internetseite www.donauland.at betreibt. Eine Kündigung wäre nur dann notwendig, wenn Sie mit diesem Unternehmen einen (neuen) Vertrag abgeschlossen haben.

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