2.6.2021

Arbeiter­kammer warnt: Wenn eine SMS vom Postzu­steller kommt!

SMS am Handy - angebliche Paketlieferungen werden geliefert oder sollen wieder zurückgeschickt werden. Alle diese SMS haben eines gemeinsam: einen Link, den man bestätigen soll. Aber Achtung: Die Links führen auf Websites, die gefälscht sind.

„Entweder sollen Konsumenten/-innen mit ihrer Kreditkarte kleine Geldbeträge zahlen, damit sie das angebliche Paket erhalten oder sie sollen vermeintliche Post-Apps herunterladen, die Daten klauen“, warnen die AK-Experten/-innen. Tipp der Arbeiterkammer: Die Nachrichten ignorieren und den Absender blockieren.

Beim Konsumentenschutz der Arbeiterkammer trudeln derzeit häufig Anfragen von Konsumenten/-innen ein, die von SMS von Paketzustellern berichten. Herr L. erzählt: „Ich habe gestern gleich 3 SMS zu angeblichen Paketlieferungen bekommen, ohne etwas bestellt zu haben“. Inhalt der Nachrichten war „Ihre DHL Packung ist Ihnen geliefert, verfolgen Sie online über“ - dazu ein Link oder „Ihr Paket wird heute zum Absender zurückgesendet. Letzte Möglichkeit es abzulehnen“ - ebenfalls mit einem Link. Konsumenten/-innen sollen für weiterführende Informationen zu der Paketlieferung die in der SMS genannte Website aufrufen.

Nachrichten ignorieren, Absender blockieren

„Die Nachrichten sind gefaked und gefährlich“, warnen AK-Experten/-innen. „Die Links führen auf Websites, die optisch an den Internetauftritt von Versandunternehmen erinnern, tatsächlich aber gefälscht sind. Auf diesen Websites sollen Empfänger/-innen mit ihrer Kreditkarte kleine Geldbeträge bezahlen, damit sie das angebliche Paket erhalten. Nur in Wahrheit geht es den Kriminellen einzig und allein darum, an die Kreditkartendaten zu gelangen und damit hohe Geldbeträge abzubuchen“, so die Konsumentenschützer/-innen der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Ebenso können die Links auf Websites führen, auf denen Konsumenten/-innen aus unbekannten Quellen vermeintliche Post-Apps herunterladen sollen, damit sie ihre Sendung verfolgen können. Diese beinhaltet in Wahrheit jedoch Schadsoftware und ermöglicht es Datendieben, das Smartphone von Opfern auszuspähen. So können Kontakte, Nachrichten, Bankverbindungen und weitere sensible Daten von Konsumenten/-innen ausgelesen werden.

„Ignorieren Sie diese Nachrichten und blockieren Sie den Absender“, raten die AK-Konsumentenschützer/-innen: „Lassen Sie Dienste für Drittanbieter bei Ihrem Mobilfunkanbieter sperren, damit allenfalls auch ungewollte Aboverträge und hohe Kosten auf der Handyrechnung verhindert werden können.“

So gehen Sie auf Nummer sicher

  • Geben Sie Ihre Telefonnummer, wenn möglich, nicht im Internet bekannt.

  • Bekommen Sie lästige Anrufe oder SMS, blockieren Sie diese.

  • Geben Sie keine Zahlungsdaten auf unbekannten Websites bekannt und installieren Sie keine Apps aus unbekannten Quellen.

  • Kontrollieren Sie, ob die Rufnummer nicht schon in Datenlecks aufscheint. Das ist beispielsweise  auf https://leakchecker.uni-bonn.de/ oder https://haveibeenpwned.com möglich.

  • Damit Sie mit Ihrer Rufnummer nicht aus WhatsApp, Signal und Co ausgesperrt werden können, schützen Sie Ihre Konten mit der Zwei-Faktoren-Authentifizierung.

Kontakt

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Konsumentenschutz
TEL: +43 50 6906 2
E-MAIL: konsumentenschutz@akooe.at

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