20.04.2018
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DOOR Plus: Schadenersatz erst nach Klage gezahlt

Bis zur Exekutionsbewilligung ließ es die DOOR Plus GmbH (Puchenau) kommen, erst dann wurde die Forderung eines Konsumenten wegen der Behebung eines Mangels bezahlt. Trotz monatelanger Reklamationen des Konsumenten hatte sich DOOR Plus nicht um das Problem gekümmert. Mit der Unterstützung der Arbeiterkammer Oberöstereich setzte der Konsument seinen Anspruch vor Gericht durch.

Firma ignoriert Reklamationen

Herr S. aus Wels war im Internet auf die Firma DOOR Plus mit Niederlassungen in Puchenau sowie St. Martin/Mühlkreis gestoßen. Er beauftragte die Lieferung und Montage eines Türblattes mit einem Sicherheitsbeschlag. Nach der Montage bemerkte der Konsument, dass der Schließzylinder auffallend weit herausragt. Das bedeutete nach der Meinung eines später beigezogenen Experten ein erhöhtes Einbruchsrisiko.

Herr S. bezahlte zunächst nichts und reklamierte den Mangel bei DOOR Plus. Erst nachdem er über 8 Monate immer wieder nachgefragt hatte, antwortete ihm das Unternehmen telefonisch. Wie Herr S. berichtet, sicherte ihm die Firma dabei zu, dass sie den Mangel beheben würde. Im Vertrauen darauf bezahlte er dann auch die Rechnung. Das stellte sich allerdings als Fehler heraus. Das Unternehmen meldete sich danach nicht mehr. Auch auf mehrere Schreiben der Konsumentenschützer der AK Oberösterreich reagierte DOOR Plus nicht.

AK unterstützt Konsumenten

Da es bereits wiederholt Beschwerden gegen DOOR Plus gab, unterstützte die AK Oberösterreich den Konsumenten in diesem speziellen Fall bei seiner Klage. Das Unternehmen stieg nicht in das Verfahren ein. Es ließ den Zahlungsbefehl rechtskräftig werden und bezahlte die Kosten der Mangelbehebung in Höhe von 483 Euro erst, als schon eine Exekutionsbewilligung vorlag.

Die AK-Konsumentenschützer fordern DOOR Plus auf, Reklamationen in Zukunft ernst zu nehmen und rasch zu beantworten. Denn Konsumenten/-innen müssen es nicht hinnehmen, wenn Unternehmen versuchen, sich durch „Schweigen“ der Verantwortung zu entziehen. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich werden weiter Betroffene bei der Durchsetzung berechtigter Ansprüche unterstützen.

Was tun, wenn Unternehmen auf Reklamationen nicht reagieren?

  • Machen Sie bei Verträgen von Ihrem Zurückbehaltungsrecht am Werklohn Gebrauch. Das erhöht den Druck auf das Unternehmen, Mängel zu beseitigen.

  • Beachten Sie die Gewährleistungsfristen: 2 Jahre bei beweglichen, 3 Jahre bei unbeweglichen Sachen, 6 Monate für die Vermutung, dass die Sache von Anfang an mangelhaft war.

  • Fordern Sie das Unternehmen jedenfalls mit einem eingeschriebenen Brief auf, alle Mängel – im Schreiben aufgelistet – zu beheben.

  • Einen Musterbrief dafür finden Sie hier.
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