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Was tun, wenn "Super-Knaller"-Lockangebote doch nicht so super sind?

"Wahnsinns-Schnäppchen", "Preis-Sturz" oder "Super-Knaller": So locken Händler beinahe täglich zu ihren Sonderangeboten. Egal, zu welcher Tageszeit man dann nach den verbilligten Digitalkameras, Handys, Computer, Tabletts, Navis und Co., lautet die Antwort der Verkäufer/-innen meistens nur: "Leider schon ausverkauft." Oft ist schon am ersten Angebotstag gar keine Ware vorhanden.

Händler muss Vorrat bereithalten

„Lockwerbung“ liegt vor, wenn einzelne Waren zu einem besonders günstigen Preis angeboten werden und dadurch bei Kunden/-inn der Eindruck erweckt wird, dass das gesamte Warenangebot des Unternehmens äußerst günstig wäre. Erhalten die Konsumenten/-innen das versprochene vergünstigte Produkt nicht vor, so kaufen sie meist andere oder „Ersatz- Produkte“.

Bei intensiver Werbung ist ein entsprechend größerer Vorrat bereitzuhalten. Die in Prospekten, im Internet oder in TV- und Radiospots angepriesenen Produkte müssen in einer dem Produkt, dem Umfang der Werbung und dem Preis angemessenen Menge vorhanden sein. Bei irreführenden Angaben über die tatsächliche Menge der Vorräte oder bei Nichtbereithalten der von Konsumenten/-innen erwartbaren Mengen drohen Unternehmen wettbewerbsrechtliche Sanktionen in Form von Unterlassungsklagen und Schadenersatz.

Information

Ein zivilrechtlicher Anspruch, die beworbenen Waren auch tatsächlich zu erhalten, besteht leider nicht. Hinweise wie „solange der Vorrat reicht“ schützten aber nicht vor wettbewerbsrechtlichen Sanktionen.


Keine Konsequenzen hat es, wenn der Händler einen Lieferausfall oder eine ungeplant hohe Nachfrage beweisen kann. 

Exakte Mengenangabe erlaubt

Zulässig könnte aber auch ein Hinweis auf eine exakte (richtige) Mengenbeschränkung sein (z.B. „Achtung nur 50 Stück in jeder Filiale vorhanden“)

Auf alle Fälle unzulässig (weil irreführend) ist ein Scheinangebot, also wenn gar keine Ware zur Verfügung steht. Je länger eine Werbeaktion gelten soll, umso größer müsste ein für die erwartbare Nachfrage vorhandener Warenvorrat sein.

Umgekehrt wird in der Praxis des Öfteren angenommen, dass die Kunden/-innen bei besonders attraktiven Warenangeboten ohnehin davon ausgehen, keine Produkte mehr zu ergattern. Insofern ist es oft äußerst schwierig, ein Lockangebot nachweisen zu können, weil bereits zur Angebotseröffnung der entsprechende Vorrat (in allen Filialen) erhoben werden müsste.

Tipps der AK-Konsumentenschützer
  • Vor einer „Womöglich-umsonst-Anfahrt“ telefonisch oder per E-Mail, nachfragen, ob die entsprechende Ware tatsächlich verfügbar ist.

  • Bei Unternehmen mit Internetauftritt kann meist online überprüft werden, ob, in welcher Stückzahl und in welcher Filiale das gewünschte Produkt vorhanden ist. Sollten Waren nicht mehr vorrätig sein, wird in manchen Fällen eine Nachbestellung in Aussicht gestellt.

  • Beschwerden an die Geschäftsleitung können Nachbestellungen zur Folge haben oder dazu führen, dass bestimmte Waren von anderen Filialen zugeliefert werden.

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