Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Fitnessstudios: Fit für einen fixen Vertrag?

Vor allem in der kalten Jahreszeit sind Fitnessstudios eine beliebte Alternative zum Sport im Freien. Bevor Sie einen fixen Vertrag unterschreiben, sollten Sie einige Dinge  beachten und auch das Kleingedruckte besonders unter die Lupe nehmen. Damit können spätere, unliebsame Überraschungen im Vorhinein vermieden werden. 

Bevor man sich für ein Fitnessstudio entscheidet ist es empfehlenswert, nach einem unverbindlichen Schnuppertraining zu fragen. Viele Studios bieten ein kostenloses Probetraining an, ohne dass Sie vorher einen Vertrag unterschreiben müssen. Dabei kann man sich einen ersten Eindruck vom Studiobetrieb verschaffen.

Darauf sollten Sie achten

  • hygienischer Zustand
  • Beschaffenheit/ Sauberkeit der Umkleideräume und sanitären Einrichtungen
  • Freundlichkeit/ Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter
  • Darf man sich Getränke selbst mitnehmen oder muss man Getränke kaufen?
  • Öffnungszeiten (oft eingeschränkter Studiobetrieb an Wochenenden)
  • Lage des Studios/ Erreichbarkeit: Sind Haltestellen oder Parkplätze in der Nähe?
  • Einschulung an den Geräten durch fachkundiges Personal

Zahlen Sie Monat für Monat

Grundsätzlich ist eine monatliche Zahlung vorzuziehen. Wenn man den Mitgliedsbeitrag jährlich im Voraus zahlt und es zu längeren Betriebsunterbrechungen kommt oder der Studiobetrieb überhaupt eingestellt wird (z.B. wegen Konkurs), ist es sehr schwierig bis kaum möglich die Mitgliedsgebühr zurückzubekommen. Am besten eignet sich die Zahlung mittels Einzugsermächtigung.

Achtung

Viele Studiobetreiber verlangen zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag eine einmalige Einschreib- oder Verwaltungsgebühr.

Vertragskopie

Wenn es nicht von selbst geschieht, sollte man darauf bestehen, eine Kopie des Fitnessvertrages zu erhalten.  Dort findet man alle wichtigen Informationen über die Vertragsdauer und Kündigungsmöglichkeiten. Daher sollte man sich den Vertrag auch gut aufheben - mindestens solange man im Studio angemeldet ist.

Kurze Bindungsfristen vereinbaren

Wir empfehlen zunächst kurze Bindungsfristen zu vereinbaren. Nur so kann man feststellen, ob man sich im betreffenden Studio auch länger wohlfühlen kann und ob die anfängliche Begeisterung für das Training dauerhaft anhält.

Zudem ist zu beachten, dass man selbst dann an den Vertrag gebunden ist, wenn man das Trainingsangebot aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr nützen möchte oder kann (z.B. Zahlungsschwierigkeiten).

Letztes Jahr hat der Oberste Gerichtshof festgestellt, dass eine Bindung von 2 oder 3 Jahren zu lange für einen Fitnessvertrag ist, wenn es sonst keine vertraglichen Möglichkeiten gibt, den Vertrag vorzeitig aus wichtigem Grund zu kündigen (bei z. B. Krankheit, Umzug, Schwangerschaft).

Befristeter oder unbefristeter Vertrag

Rechtlich ist zwischen befristetem und unbefristetem Vertrag zu unterscheiden:

Ein befristeter Vertrag endet mit seiner Befristung, außer der Vertrag enthält eine sogenannte „automatische Vertragsverlängerungsklausel“. Das bedeutet, dass sich der Vertrag automatisch um die jeweilige Laufzeit verlängert, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Man muss dabei allerdings vom Unternehmen nochmal auf die Kündigungsmöglichkeit hingewiesen werden. Geschieht das nicht, kann sich das Unternehmen auch nicht auf eine wirksame Vertragsverlängerung berufen. Tut es dies trotzdem, kann man diesen Musterbrief verwenden.

Ein unbefristeter Vertrag läuft weiter, bis er gekündigt wird. Die meisten Fitnessverträge sehen dabei eine bestimmte Mindestvertragsdauer vor. Nach Ablauf dieser Mindestbindung bleibt der Vertrag bis zur Kündigung weiterhin bestehen.

Kündigung

Wenn man den Vertrag kündigt, muss man auf die Einhaltung der im Vertrag vorgesehenen Kündigungsfristen achten. Wenn ein Fitnessvertrag zum Beispiel eine einmonatige Kündigungsfrist vorsieht, dann muss das Kündigungsschreiben spätestens einen Monat vor dem geplanten Vertragsende beim Unternehmen eingelangt sein.

Aus Beweisgründen empfehlen wir, die Kündigung eingeschrieben (am besten auch noch mit Rückschein) aufzugeben und sich das Kündigungsschreiben und den Postaufgabebeleg gut aufzuheben. Alternativ kann man auch eine Kündigung im Studio abgeben. Dabei sollte man sich aber die Übernahme des Kündigungsschreibens auf einer Kopie mit Datum, Firmenstempel und Unterschrift bestätigen lassen.

In einigen Verträgen finden sich zusätzlich zur Kündigungsfrist noch Kündigungstermine. In solchen Fällen kann man den Vertrag unter Einhaltung der Kündigungsfrist nur zu den vorgegeben Kündigungsterminen aufkündigen. Kündigungstermine gibt es oft halbjährlich oder zum Quartalsende.

Fitnessverträge

AK bekam Recht: OGH beurteilt Bindungsfristen von zwei und drei Jahren als unangemessen lang.

Snics: Intelligente Kalorien-App mit Bilderkennung

Fotografieren Sie einfach Ihre Speisen und Getränke mit dem Handy, und schon liefert Ihnen die App "Snics" die Nährwerte.

Schlank durch Wundermittel – gibt’s nicht!

Sie versprechen viel und halten nichts - "Wundermittel" zum Abnehmen. Viel besser ist es, langfristrig anders zu essen.

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Verwandte Links

Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK