12.06.2019

Hackerangriffe auf Giro­konten: E-Mails und SMS mit Vorsicht be­handeln 

Aktuell erhält die Arbeiterkammer Oberösterreich Anfragen zu Hacker-Angriffen auf Girokonten. Der Auslöser für den Missbrauch ist laut Schilderungen der Betroffenen eine SMS oder eine E-Mail. Darin befanden sich ein angeblicher Aktivierungscode beziehungsweise Nutzungsbedingungen für eine Security-App.

Die AK-Konsumentenschützer/-innen raten allen E-Banking-Nutzern/-innen, SMS und E-Mails ihrer Bank genau zu prüfen und fragwürdige Nachrichten keinesfalls zu öffnen oder deren Anweisungen zu folgen! 

Fast 5000 Euro Scha­den durch gehackt­es Konto

Bei den Fällen, die den AK-Konsumentenschützern/-innen vorliegen, erfolgten Transaktionen ohne Wissen und Zustimmung der Opfer. Die Buchungen wurden dabei häufig an den Adressat „Western Union“ transferiert. Der AK-Konsumentenschutz hat bereits in einigen Fällen um die Kontokorrektur ersucht und bereits eine positive Rückmeldung seitens der Bank erhalten.

Der 49-jährigen Linzerin Heidi F. entstand durch 5 unautorisierte Transaktionen ein Schaden von insgesamt 4.894 Euro . Die Konsumentin erkannte den Missbrauch, als sie keinen Zugriff mehr auf ihre Banking-App hatte. Sie setzte sich daraufhin mit der Bank in Verbindung. Diese erstattete ihr jedoch nur einen Teil der nicht autorisierten Buchungen. Nachdem die AK-Konsumentenschützer/-innen Frau F. unterstützten, erhielt sie erfreulicherweise den Gesamtschaden in voller Höhe zurück.

TIPP

Sollten auch Sie betroffen sein, informieren Sie umgehend die Bank über die unautorisierten Transaktionen und ersuchen Sie um Rückbuchung der missbräuchlich überwiesenen Beträge

 So können Sie sich vor Hacking-Attack­en schütz­en!

  • Löschen Sie verdächtige E-Mails und SMS sofort und öffnen Sie auf gar keinen Fall  Verlinkungen!

  • Niemals sollten Sie Ihre Sicherheitscodes wie PIN und TAN außerhalb der gesicherten E-Banking-Verbindung bekannt geben

  • Sind Sie sich bei einer Benachrichtigung unsicher, fragen Sie aktiv bei der Bank nach. Vorsicht ist besser als Nachsicht!

  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge - sollten Sie unautorisierte Buchungen feststellen, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank!
Beim Versenden von Phishingmails werden häufig „offizielle“ E-Mailadressen etwa von Banken, Kreditkartenfirmen oder Finanzamt angezeigt. Wenn Sie bei diesen Mails auf „Antworten“ klicken, wird im Empfängerfeld die E-Mail-Adresse des tatsächlichen Versenders angezeigt. Damit können Sie die Herkunft eines E-Mails erkennen.     

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E-MAIL: konsumentenschutz@akooe.at

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