Black Friday: nicht jedes „An­gebot“ ist ein Schnäppchen

Black Friday, Cyber Monday und „Amazon-Prime-Days“ locken auch heuer wieder mit vielen Angeboten. Der Onlinehandel verzeichnet jedes Jahr Milliardeneinnahmen. Doch wie sieht es für die Konsumenten/-innen aus? Damit sich das Schnäppchen nicht als Kostenfalle entpuppt, hat der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Oberösterreich die wichtigsten Tipps zum sicheren Einkaufen zusammengefasst:

Hohe Listen­preise, Zeit­druck und andere Tricks

  • Um Rabatte möglichst verlockend wirken zu lassen, gehen Händler bei ihren Aktionspreisen meist von sehr hohen Listenpreisen aus. Was auf den ersten Blick ein Schnäppchen ist, kann sich als Normalpreis-Produkt herausstellen. Hier lohnt es sich, Preise zu vergleichen und sich schon vor dem Aktionszeitraum einen Überblick über aktuelle Preise zu verschaffen.

  • Lassen Sie sich durch Spezialangebote auf bestimmte Zeit nicht unter Druck setzen! Countdowns und angeblich "streng limitierte" Kontingente gehören zu den Tricks, um Konsumenten/-innen zum Kauf zu bewegen.

  • Die größten Preisnachlässe gibt es oft bei älteren Modellen. Informieren Sie sich daher genau über das aktuelle Produkt, ältere Versionen und die angemessenen Preise. So finden Konsumenten/-innen vielleicht mit einem Vorgängermodell ein echtes Schnäppchen. 

Daten schützen

  • Achten Sie beim Einkauf auf eine verschlüsselte Datenübertragung (https) – so schützen Sie unter anderem Ihre Bankdaten vor fremdem Zugriff.

  • Vermeiden Sie Online-Shopping in öffentlichen WLAN-Netzen – so schützen Sie ebenfalls persönliche Daten.

  • Online-Händler versuchen Ihr Kaufverhalten zu analysieren und umfassende Profile über Sie zu erstellen. Löschen Sie daher nach dem Einkauf Browserverlauf und Cookies.

Seriöser Shop?

  • Prüfen Sie den Online-Shop auf ein vollständiges, fehlerfreies Impressum, AGBs, Widerrufs- und Rückgaberechte sowie Datenschutzbestimmungen und Gütezeichen. Wie Sie Fakeshops erkennen können, zeigt Ihnen der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer OÖ in einem kurzen Video.

  • Meiden Sie vor allem bei unbekannten Shops Vorauszahlungen und zahlen Sie mit Lastschrift oder „Käuferschutz“.

Sonstige Kosten be­achten

  • Achten Sie auf Versandkosten. Bei großen und sperrigen Waren können zusätzliche Speditionskosten anfallen, die das Schnäppchen zunichtemachen.

  • Wenn Sie online in den USA oder anderen Nicht-EU-Ländern kaufen, gelten dort andere Gesetze, auch müssen Sie mit Forderungen des Zolls rechnen (zum Beispiel Einfuhrumsatzsteuer).

Rück­tritts­recht bei Online-Bestellungen

Onlinekäufe können Sie 14 Tage lang widerrufen. Sie müssen dazu zeitgerecht eine Mitteilung über den Widerruf an den Händler schicken und das Produkt zurücksenden. 

ACHTUNG

Ausgenommen vom Rücktrittsrecht sind beispielsweise entsiegelte Software-Produkte oder Spezialanfertigungen.

Das Auspacken und Anprobieren der Ware ist erlaubt. Die Kosten für die Warenrücksendung trägt grundsätzlich der Kunde/die Kundin.

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