Zahlungen mittels Konto - Zahlungsanweisungen

IBAN 

In dem Formular "Zahlungsanweisung" ist sowohl im Bereich der Empfängerdaten als auch bei den Auftraggeberdaten ein Feld zur Angabe des IBAN Codes (20 Stellen) vorgesehen. Mit dem IBAN (International Bank Account Number – Internationale Kontonummer) wird der Zahlungsverkehr vereinheitlicht und eine schnellere und günstigere Überweisung ist die Folge.

Die Angabe des BIC Codes ist nicht mehr erforderlich.

SEPA-Lastschrift (vormals Einziehung) - Dauerauftrag

  • Bei einer SEPA-Lastschrift (vormals Einziehungsermächtigung) erteilen Sie einem Unternehmen (etwa dem Stromversorger) die Ermächtigung, den jeweils ausständigen Betrag selbst von Ihrem Konto einzuziehen. Ihre Zustimmung zur Einziehung liegt ausschließlich bei dem jeweiligen Unternehmen auf und nicht bei Ihrer Bank. Eine Einziehung kann der Kunde innerhalb von 56 Tagen (acht Wochen) rückbuchen lassen. 

  • Beim Dauerauftrag erteilen Sie einmalig schriftlich einen Auftrag an Ihre Bank wiederkehrende fixe Beträge an einem bestimmten Termin an einen Begünstigten zu überweisen. Wurde der Betrag bereits vom Konto abgebucht ist eine Rückbuchung durch die Bank nicht mehr möglich. Sie müssen sich direkt mit dem Zahlungsempfänger in Verbindung setzen.

Kosten unterbliebener Einziehung

Misslingt die Einziehung aufgrund eines technischen Gebrechens oder eines Fehlers im Bereich der Bank, haftet Ihnen die Bank für allfällige Schäden, die Ihnen dadurch entstehen (wie etwa daraus entstehende Mahngebühren).

Wird die Überweisung allerdings mangels Deckung auf Ihrem Konto von Ihrer Bank zu Recht abgelehnt, sind die dadurch entstehenden Kosten von Ihnen zu tragen.

Einziehung europaweit – Single European Payment Area (SEPA)

Bezeichnet den einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum und umfasst alle EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz und Monaco. Nur für Firmen, die Ihren Sitz in diesen Mitgliedsstaaten haben, kann eine Ermächtigung für eine Einziehung (Lastschrift) erteilt werden.

Einspruchsfristen

Bei schriftlich erteilten Einziehungsaufträgen beträgt die Einspruchsfrist 56 Tage (acht Wochen). 

Bei einem nicht autorisierten Zahlungsauftrag (Bankomat, Kreditkarte oder Überweisung) haben Sie Anspruch darauf, dass das Konto wieder auf seinen ursprünglichen Stand gebracht wird. Das Gesetz sieht hier jedoch eine Rügeobliegenheit vor. Das bedeutet, Sie müssen die Bank, sobald Ihnen die falsche Buchung auffällt, darüber informieren. Die Frist für die Anzeige endet spätestens 13 Monate nach der Information über die Belastung. Dasselbe gilt für Einziehungen ohne Einziehungsermächtigung.

Überweisungsdauer 

Ob Ihr Überweisungsauftrag noch am selben Tag Ihrer Auftragserteilung durchgeführt wird, hängt vom Auftragszeitpunkt ab. Es gibt sogenannte „Cut-off“ Zeitpunkte. Das heißt, wird ein Zahlungsauftrag nach einer von der Bank festgelegten Zeit erteilt, wird dieser so behandelt, als wäre er erst am nächsten Werktag beauftrag worden. Die „Cut-off“ Zeiten sind in der Regel im Bereich der Bankschließungszeiten.

  • Bareinzahlung
    Bei einer Bareinzahlung muss der Betrag sofort auf dem Konto gutgeschrieben werden.

  • Elektronische Überweisungen (in Euro)
    Eine elektronische Überweisung, die in Euro lautet, muss am nächsten Werktag dem Konto gutgeschrieben werden.

  • Überweisung in Papierform (in Euro)
    Wird die Überweisung in Papierform beauftragt, verlängert sich die Ausführungsfrist um einen Tag und muss daher spätestens am zweiten Werktag am Konto einlangen.

  • Überweisungen (nicht Euro)
    Überweisungen innerhalb der EU und EWR (Island, Liechtenstein, Norwegen), die nicht in Euro lauten, haben eine maximale Überweisungsfrist von 4 Werktagen.

Zahlscheingebühr

Eine Verrechnung von Zusatzkosten durch den Zahlungsempfänger (etwa eines Unternehmens) bei Verwendung eines bestimmten Zahlungsinstrumentes wie eines Zahlscheins ist unzulässig. Das Unternehmen kann allerdings für die Nutzung eines bestimmten Zahlungsinstrumentes, wie zum Beispiel einer Einziehung, einen Preisnachlass anbieten.

Gebühren von Banken, die für Barüberweisungen auf ein fremdes Konto verrechnet werden, fallen nicht darunter und können weiter verlangt werden, da es sich um eine Gebühr für eine Bankdienstleistung handelt.

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