01.10.2020

Hohe Verluste auf dubiosen Trading-Platt­formen mit Bitcoins & Co

Aktuell erreichen die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich besonders viele Anfragen bezüglich vermeintlich lukrativer Investitionen auf diversen Trading-Plattformen. Betroffene wurden über E-Mail oder Werbung auf Facebook, Instagram oder der Dating-Plattform Tinder auf die vermeintlichen Mega-Deals mit Krypto-Währungen aufmerksam. Die AK-Konsumentenschützer warnen eindringlich: Hier sind Betrüger am Werk!

Auch Frau K. ist Opfer dieser perfiden Masche geworden. Die Konsumentin stieß in ihrem Facebook-Account auf eine vielversprechende Werbeanzeige, in der Dieter Bohlen von seiner lukrativen Investition schwärmte: In nur wenigen Tagen hohe Gewinne mit minimalem Aufwand! Interessiert klickte Frau K. auf die Werbeanzeige und wurde zur vermeintlichen Homepage des Magazins DER SPIEGEL weitergeleitet. Dass weder DER SPIEGEL noch Dieter Bohlen hinter der Werbung standen, erfuhr Frau K. erst später.

Mit hohen Gewinnen an­gelockt

Im Artikel war eine Trading-Plattform für Krypto-Währungen verlinkt. Es wurde suggeriert, dass man nach einer einfachen Registrierung und dem Erwerb eines Startkapitals in Höhe von 250 Euro, ganz einfach das Geld „arbeiten lassen“ und am Ende des Tages hohe Gewinne erzielen könne. Dies sei ganz unkompliziert durch automatisiertes Trading möglich. Frau K. beschloss ihr Glück zu versuchen und eröffnete ein Tradingkonto, dass sofort hohe Gewinne aufwies. Danach folgte der erste Anruf eines Investmentberaters dieser Plattform. Er sicherte Frau K. noch höhere Gewinne zu, sofern sie ehest möglich weitere Einzahlungen tätigen würde. Was die Konsumentin auch tat und innerhalb weniger Tage zu weiteren unglaublichen Gewinnen führte.

Zu weiteren Zahlungen ge­drängt

Daraufhin folgte der nächste Anruf, Frau K. solle noch weiter investieren. Die Konsumentin wurde skeptisch und forderte die Auszahlung der Gewinne. Aber anstatt der Auszahlung folgten unzählige Anrufe, in denen sie zu weiteren Investitionen gedrängt wurde. Als sie das ablehnte, wurde ihr eine E-Mail mit ihren angeblichen Gewinnen in Höhe von 22.000 Euro übermittelt. Die Auszahlung jedoch könne nur erfolgen, wenn die Konsumentin vorab eine zehn prozentige Kapitalertragssteuer auf das Tradingkonto einzahlen würde.

Gesundes Miss­trauen schützt vor größerem Schaden

Frau K. wurde noch misstrauischer und wandte sich an die Konsumentenschützer. Diese rieten ihr keinesfalls weitere Zahlungen zu leisten. So konnte ein größerer Schaden verhindert werden. Die bisherigen Zahlungen von insgesamt 2.250 Euro sind aber leider weg!

So tappen Sie nicht in die Investment-Falle

  • Hinterfragen Sie Werbeschaltungen kritisch und vertrauen Sie keinen angeblichen Empfehlungen bekannter Persönlichkeiten oder Medien. Betrüger fälschen Aussagen von Promis, sowie die in den Werbungen verlinkten Internetseiten, damit sie seriös erscheinen.

  • Infomieren Sie sich auf der Website eines Unternehmens im Impressum. Finger weg, wenn es keine „echte“ Adresse gibt und der Firmensitz mehr an ein exotisches Fernreiseziel als an strenge Finanzmarktregulierung denken lässt.

  • Vergessen Sie niemals die Faustregel in der Geldanlage, die auch für seriöse Angebote gilt: Es gibt keine hohen Gewinne ohne ein entsprechend hohes Verlustrisiko!

  • Leisten Sie generell keine Zahlungen an Ihnen unbekannte Empfänger und geben Sie keine persönlichen Informationen wie Adresse, Bankdaten, Meldezettel oder Passkopie preis!

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