Bankomatkarte (Maestrokarte)

Die Bankomatkarte (Maestrokarte) fehlt in fast keiner Geldbörse. Ist die Karte weg, kann das Konto inklusive Überziehungsrahmen aufgrund erweiterter Behebungsmöglichkeiten völlig leer geräumt werden. Ab der Anzeige des Verlustes oder Diebstahls beim Sperrnotruf besteht für Sie keine Haftung mehr.

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Die Karte ist weg - was ist zu tun?

  • Bei Verlust oder Diebstahl Ihrer Bankomatkarte veranlassen Sie sofort eine Sperre Ihrer Karte bei Ihrer Bank oder dem Sperrnotruf. Die Telefonnummer finden Sie auf jedem Bankomaten. Für die Sperre müssen Sie Ihre Kontonummer und Bankleitzahl bekannt geben.

  • Melden Sie den Verlust oder Diebstahl umgehend der Polizei.
     
  • Wird die Bankomatkarte vom Gerät unerwartet eingezogen, melden Sie den Vorfall ebenfalls gleich der Bank. Außerhalb der Bankzeiten ist es ratsam, den Sperrdienst anzurufen. Im Zweifelsfall die Bankomatkarte sperren lassen!
     
  • Wenn der Bankomat den Abhebungsvorgang abbricht ohne dass Sie Geld erhalten haben und Sie sich nicht sicher sind, ob das Geld von Ihrem Konto abgebucht wurde oder nicht: Melden Sie auch diesen Vorfall der Bank. Notieren Sie sich die genaue Uhrzeit.

  • Besorgen Sie sich Ihre Kontoauszüge und überprüfen Sie diese. Stellen Sie missbräuchliche Behebungen fest, sollten Sie diese der Bank möglichst rasch in nachweisbarer Form mitteilen.

Wer haftet für den Schaden?

Der Schaden ist der Betrag, der bis zum Zeitpunkt Ihrer Meldung beim Sperrnotruf mit Hilfe der Karte behoben wird.

Wenn Sie die missbräuchliche Behebung durch ein grob fahrlässiges Verhalten ermöglicht haben, haften Sie für den gesamten Schaden. Z.B. wenn der PIN-Code notiert wurde und dieser gemeinsam mit der Karte gestohlen wurde.

Haben Sie Ihre Pflichten nur leicht fahrlässig verletzt, gibt es eine beschränkte Haftung in Höhe von 50 Euro.

Kein Verschulden liegt vor, wenn z.B. durch Manipulationen an Bankomaten Ihr Code ausgespäht und ein Duplikat Ihrer Karte erstellt wird.

In einem OGH (Oberster Gerichtshof) Urteil wurde mittlerweile entschieden, dass ein PIN-Code notiert werden darf, sofern dieser an einem für Dritte gewöhnlich unzugänglichen Ort verwahrt wird. Wurde bisher die Aufbewahrung der Bankomatkarte z.B. im Auto in jedem Fall als nicht sorgfältig angesehen, so wurde nun ebenfalls festgestellt, dass es sehr genau auf die jeweiligen sonstigen Umstände ankommt. So könne es durchaus sorgfältiger sein, seine Wertsachen im Fahrzeug zu verschließen als diese an den Strand mitzunehmen und beim Schwimmen unbeaufsichtigt zu lassen. (Quelle: APA)

Rückerstattung von Kartenkosten bei kürzerer Nutzung

Bei Kündigung der Bankomatkarte sind Entgelte entsprechend der tatsächlichen Nutzungsdauer abzurechnen. Im Voraus bezahlte Entgelte sind anteilig rückzuerstatten.

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