Forellenurteil: Unmissverständliche Infos auf Lebensmitteln!

Forellenfilets aus österreichischen Familienbetrieb - damit bewarb ein Supermarkt Forellenfilets. Tatsächlich stammten die Fische aber aus einer italienischen Aquakultur und wurden lediglich in Österreich geräuchert.  Die Kennzeichnung hat der Oberste Gerichtshof deshalb nun für unzulässig erklärt.

Herkunftshinweis auf der Rückseite hebt Irreführung nicht auf

Mit diesem für Konsumentinnen und Konsumenten sehr erfreulichen Urteil stellte der OGH nun fest, dass der blickfangartige Hinweis auf den österreichischen Familienbetrieb auf der Vorderseite der Verpackung irreführend sei. Mündige Verbraucher/-innen, die diesen Aufdruck lesen, werden annehmen, dass das gesamte Produkt aus Österreich kommt – insbesondere auch deshalb, weil Forellen hier heimisch sind. Der Hinweis im Zutatenverzeichnis auf der Rückseite, dass der Rohfisch aus Italien stammte, reicht nicht aus, die Irreführung aufzuheben.

Damit kommt der OGH einer langjährigen Forderung der Konsumentenschützer/-innen nach unmissverständlichen Informationen auf der Vorderseite der Verpackungen nach und setzt ein klares Signal an die Lebensmittelunternehmen.

Das Urteil im Volltext

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