17.10.2018

Studentenfutter im AK-Test: Große Unterschiede bei Geschmack und Preis 

Beim aktuellen Test des AK-Konsumentenschutzes von 18 Frucht-Nussmischungen liefern sich die 2 Bio-Produkte von „Spar Natur pur“ und „Alnatura“ mit den 2 konventionellen Erzeugnissen von „Mary Land“ und „Happy Harvest“ ein Kopf- an Kopf-Rennen um Platz 1.
Die Preise der getesteten Knabbereien liegen zwischen 0,85 und 2,46 Euro je 100 Gramm. 

Testergebnis: Studentenfutter (0,3 MB)

Zusammensetzung ist nicht geregelt

So unterschiedlich wie die Zusammensetzung der Nuss-Fruchtmischungen, so unterschiedlich ist auch deren Füllmengendeklaration.

Lediglich 8 Hersteller geben durchgehend Mengenangaben für die Einzelzutaten an. Bei 3 Produkten bleibt das konkrete Mischungsverhältnis für die Konsumenten/-innen ganz beziehungsweise bei 7 teilweise ein Geheimnis.
Erst die Trennung der Einzelbestandteile aller Mischungen im Prüflabor zeigt, dass das Verhältnis Trocken- zu Schalenfrüchte im Durchschnitt bei etwa 47 zu 53 liegt. Fixbestandteil aller Produkte sind Rosinen und Mandeln in unterschiedlichem Verhältnis gemischt mit anderen Schalenfrüchten wie Cashewkernen, Hasel- und/oder Walnüssen. Nur wenige Mischungen enthalten Para- oder Pekannüsse sowie Cranberries oder im Einzelfall noch Bananenchips.

Schimmelpilzgifte waren Fehlanzeige

In Nüssen und Trockenfrüchten befinden sich oftmals gesundheitsschädigende Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) wie Ochratoxin A und Aflatoxine. Die Laboranalysen zeigen: bei keiner der Nuss-Fruchtmischungen wird der Knabberspaß durch Schimmelpilzgifte getrübt.

Nicht alle Mischungen treffen den geschulten Geschmack der Gutachter

  • 7 Proben im Test punkteten zu 100 Prozent beim Geschmackstest.
  • 6 Proben wurden geringfügig beanstandet.
  • 5 Proben konnten die Gutachter nur mäßig in puncto Geruch und Geschmack überzeugen und wurden daher als wertgemindert eingestuft.

Zähne ausbeißen? Nein Danke!

In der Probe von dmBio befand sich ein 5 mm großer Stein. Die Probe selbst war hinsichtlich der sensorischen und chemischen Untersuchungen einwandfrei. Aufgrund des Steines  wurde die Probe im Sinne des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetzes ( LMSVG 2006 idgF) als „nicht sicher“ beurteilt.

Laut dm Drogeriemarktkette wird das Ergebnis des AK-Tests zum Anlass genommen, die bereits bestehenden sorgfältigen Sicherheitskontrollen im Herstellungsprozess noch weiter auszubauen und zu optimieren. 

In Maßen genießen

Die im Studentenfutter enthaltenen Hauptzutaten stellen eine gute Energie-, Vitamin-, Ballast- und Mineralstoffquelle dar. Die Nüsse liefern zudem noch wertvolle ein- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Wegen des hohen Energiegehaltes (443 kcal bis 536 kcal bei den Produkten im Test), sollte man zum „Snacken“ aber nicht mehr als eine Handvoll pro Tag verspeisen. 

Wichtig ist es auch beim Kauf auf das Zutatenverzeichnis zu achten. Ein hochwertiges oder möglichst naturbelassenes Studentenfutter sollte keine Aromen, Schwefeldioxid, Palmöl oder zugesetzten Zucker enthalten. Derlei Zusätze führten unabhängig von den Laborergebnissen bei insgesamt 4 Produkten zu einer Abwertung.

Mindesthaltbarkeitsdatum beachten!

Nüsse neigen aufgrund ihres hohen Fettgehalts zu raschem Verderb. Nach dem Öffnen sollte man Studentenfutter daher kühl, lichtgeschützt und trocken lagern sowie möglichst rasch aufbrauchen. Sollte die Nuss-Fruchtmischung schon ranzig riechen, lieber ab in den Müll damit. Nüsse, die alt oder bitter schmecken, sollte man keinesfalls verzehren.

Auf die richtige Mischung kommt es an

Studentenfutter kann in Maßen genossen einen wertvollen Beitrag zur täglichen Ernährung liefern. Allerdings sollte man beim Kauf auf die Zusammensetzung achten, denn Studentenfutter besitzt aufgrund des hohen Fettgehaltes der Nüsse eine hohe Energiedichte, Mischungen mit gerösteten Nüssen sogar noch mehr. Den höchsten Fettgehalt pro 100 Gramm liefern mit 35 beziehungsweise 36 Gramm Fett das Studentenfutter von Lorenz und Ültje. 

Aber auch der Zuckergehalt der Mischungen ist aufgrund der darin enthaltenen Trockenfrüchte nicht zu unterschätzen. Je höher der Anteil an Trockenfrüchten in der Mischung desto mehr Zucker nimmt man zu sich. Daher sollte man auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Früchten und Nüssen achten sowie schokoladehaltige und zusätzlich gezuckerte Produkte meiden. Den höchsten Zuckergehalt mit 45 Gramm pro 100 Gramm liefert das mit Honig und Zucker gesüßte Premium Studentenfutter von Farmgold im Test.

Studentenfutter selber machen

Wenn die im Handel erhältlichen Nuss-Fruchtmischung nicht den individuellen Vorlieben entsprechen, kann man Studentenfutter auch ganz einfach selber zusammenmischen. Einfach seine Lieblingszutaten im gewünschten Verhältnis in eine Dose geben und anschließend gut durchschütteln. 
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