30.05.2016
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Faire Schokolade ohne bitterem Nachgeschmack

Rund 10 Kilogramm Schokolade isst jede/r Österreicher/-in im Schnitt pro Jahr. Allerdings: Nicht einmal ein halbes Kilo davon wird aus fair gehandelten Kakaobohnen hergestellt. Der Rest der Schokolade stammt aus fragwürdigen Quellen.

Kindersklaven schuften für unser süßes Leben

Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Schokolade im österreichischen Handel Kakao enthält, der von Kindersklaven/-innen geerntet wurde. Denn bei der Herstellung von Schokoladeprodukten wird bewusst die Ausbeutung von Menschen, darunter immer wieder auch Kinderarbeit, in Kauf genommen. Ziel ist es, den weltweiten Hunger nach Süßem zu befriedigen und dabei hohe Gewinne zu erzielen.

Die Kakaobauern erhalten laut der Südwind-Kampagne "Make Chocolate Fair" nur 6,6 Prozent des Verkaufspreises für eine Tafel Schokolade. Das sind bei einer Tafel mit dem Verkaufspreis von 1 Euro nicht einmal 7 Cent.

Greifen Sie zu "fairer" und nachhaltiger Schokolade

Schokoladegenuss ohne bitteren Beigeschmack von ausbeuterischer Kinderarbeit, Hungerlöhnen, Gesundheitsgefährdung und Umweltschäden garantieren die Gütesiegel FAIRTRADE, UTZ Certified und Rainforest Alliance. Alle 3 haben den fairen Handel sowie die nachhaltige Produktion als Ziel. 

Die Ansätze, wie diese Ziele zu erreichen sind, unterscheiden sich bei den drei Gütesiegeln aber grundlegend. Die sozialen und ökologischen Mindeststandards der drei Organisationen sind ähnlich, es werden jedoch unterschiedliche Prioritäten gesetzt: 

Logo Fairtrade © -, -
Logo Fairtrade Cocoa Program © -, -

Fairtrade

Um das Gütesiegel verwenden zu dürfen, müssen bei Schokolade Kakao, Zucker und Vanille vollständig unter FAIRTRADE-Kriterien produziert werden. Beim FAIRTRADE Kakaoprogramm, das 2014 gestartet wurde, muss der Kakao aus FAIRTRADE-Kooperativen stammen.

Logo UTZ Certified © -, -

UTZ

Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bäuerinnen und Bauern soll hier über den wirtschaftlichen Erfolg am freien Markt erfolgen. UTZ zahlt Ernteprämien, aber keinen Mindestpreis. Die Teilnahme am Nachhaltigkeitsprogramm ist für Kakaobauern kostenlos, wobei die Rückverfolgbarkeit bei UTZ eine zentrale Rolle spielt. Ab einem zertifizierten Kakaoanteil von 90 Prozent dürfen Produkte das UTZ-Siegel tragen. Andere Zutaten müssen den Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen!

Logo Rainforest Alliance Certified © -, -

RAINFOREST ALLIANCE

Dieses Siegel ist kein Bio-Siegel, es ersetzt dieses auch nicht. Neben ökologischen Aspekten müssen auch klare soziale Kriterien eingehalten werden. Trägt ein Schokoladeprodukt dieses Gütesiegel, so entsprechen 90 Prozent des Kakaos den nachhaltigen Kriterien. Ist der Anteil an zertifiziertem Kakao geringer, wird dies transparent am Produkt angegeben. Um das Siegel zu erhalten , müssen mindestens 30 Prozent des Kakaos unter nachhaltigen Kriterien produziert werden.

Fairer Kaffee: Hält er, was er verspricht?

Die Arbeiterkammer hat die gängigsten Gütesiegel unter die Lupe genommen: Man kann mit gutem Gewissen zu "fairem" Kaffee greifen.

Gütesiegel: Darauf können Sie sich verlassen

Genuss mit gutem Gewissen. Das versprechen die Gütesiegel FAIRTRADE, UTZ und Rainforest Alliance. Doch was sind die Ziele dieser Zertifikate?

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK