Lasagne: Große Qualitätsunterschiede

Fertiggerichte erfreuen sich größter Beliebtheit. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer OÖ haben 8 Lasagnen aus dem Kühlregal getestet. Die Ergebnisse fielen sehr unterschiedlich aus: 5 Produkte erhielten die Gesamtbewertung „einwandfrei“, 2 Lasagnen wurden als „wertgemindert“ eingestuft und ein Produkt war „für den menschlichen Verzehr ungeeignet“.

3 Proben fielen geschmacklich durch

  • Die Hälfte der Proben war am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums mikrobiologisch mangelhaft. Da Lasagne jedoch vor dem Verzehr erhitzt wird, wurden die hohen Gesamtkeimzahl-Werte nicht beanstandet. Um der potenziellen Gefahr durch Kreuzkontamination (direkte oder indirekte Übertragung von Keimen) vorzubeugen, ist auch bei Fertiggerichten eine sachgemäße Küchenhygiene wichtig.
  • 2 Proben wurden aufgrund schwerer sensorischer Mängel im Sinne des Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz als wertgemindert beurteilt.
  • Bei Penny „heat and eat“ zeigten sich neben Schimmelbefall am Rand einer der Probenpackungen auch noch mikrobiologische und schwere sensorische Mängel. Aufgrund der ekelerregenden Beschaffenheit der Probe, ergibt sich die Beurteilung „für den menschlichen Verzehr ungeeignet“.
  • 4 Proben wurden für sensorisch in Ordnung befunden. 2 davon zeigten zwar leichte geschmackliche Mängel, galten aber noch als einwandfrei.
  • Wer Wert auf typischen Lasagne-Geschmack legt, könnte bei „weight watchers“ enttäuscht werden. Zwar zeigten sich hier keine sensorischen Mängel, allerdings ein für Lasagne atypischer Geschmack. Mit 10,54 Euro pro Kilogramm ist es das teuerste Produkt. Jedoch stammt das verarbeitete Fleisch zu 100 Prozent aus Österreich.
  • Die restlichen Erzeugnisse kosten je Kilogramm zwischen 2,99 und 5,73 Euro. Das Fleisch wird Großteils je nach Qualität und Verfügbarkeit vorrangig aus Österreich und Deutschland bezogen. Bei Bedarf wird auch auf die Niederlande, Dänemark und Spanien zurückgegriffen.

Lasagnen: zu viel Salz und Fett

Täglich nicht mehr als 6 Gramm Salz, so lauten die Empfehlungen von Ernährungsfachgesellschaften. Mit einer realistischen 350 Gramm Portion erreicht man durchschnittlich bereits 59 Prozent dieser Empfehlung.

Ebenso würde das britische Ampelsystem beim Fettgehalt von 21 bis 32 Gramm pro Lasagne-Portion rot signalisieren. Einzige Ausnahme: Die Lasagne von „weight watchers“ mit 9,5 Gramm Fett. Diese liefert auch nur 293 kcal, die anderen hingegen 483 bis 585 kcal.

Nicht wie hausgemacht

Neben den traditionellen Grundzutaten findet sich im Zutatenverzeichnis bei 3 Produkten modifizierte Stärke als Verdickungsmittel. Bei „weight watchers“ kommen zusätzlich noch Guarkernmehl und Xanthan zum Einsatz. Außerdem wird bei diesem Erzeugnis Schmelzkäse anstelle des traditionellem Reibekäse verwendet. Glutamat zur Geschmacksverstärkung in Form von Hefeextrakt findet sich lediglich in der „chef select“ Lasagne von Lidl.

Gesunde Ernährung trotz Fertiggerichten?

  • Gelegentlich mal ein Fertiggericht wie Lasagne aus dem Kühlregal schadet nicht. Aufgrund des hohen Kalorien- und Salzgehaltes sollte man den Rest des Tages jedoch darauf achten nicht noch für zusätzliche Salz- und Fettschübe zu sorgen.
  • Werten Sie Fertiggerichte mit einem frischen Salat als Beilage auf und genießen Sie frisches Obst als Nachtisch.

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Konsumentenschutz
TEL: +43 50 6906 2
E-MAIL: konsumentenschutz@akooe.at

Werten Sie Fertiggerichte mit einem frischen Salat als Beilage auf und genießen Sie frisches Obst als Nachtisch.

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