För­de­run­gen für Kinder mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund

Sprachförderkurs

Für Schüler/-innen, die die deutsche Unterrichtssprache noch nicht ausreichend beherrschen und deshalb als „a.o. Schüler/-innen“ aufgenommen wurden, gibt es an Volksschulen, Neue Mittelschulen, Polytechnischen Schulen sowie an der AHS-Unterstufe die sogenannten Sprachförderkurse.

  • Ziel
    Das Ziel dieser Sprachförderkurse ist es den Schüler/-innen jene Sprachkenntnisse zu vermitteln, dass sie dem Unterricht folgen können.

  • Dauer
    Die Dauer dieser Sprachförderung ist gekoppelt an den "a.o. Status“ des Schülers/der Schülerin und kann daher maximal 2 Jahre betragen. 
    Die Sprachförderkurse haben ein Ausmaß von 11 Wochenstunden und finden anstelle der für die jeweilige Schulart vorgesehenen Pflichtgegenstände statt. Die Kurse selbst können integrativ (innerhalb des Regelunterrichts) oder parallel (die Schüler/-innen werden für den Förderunterricht aus der Klasse genommen und in dieser Zeit extra unterrichtet) oder in einer Kombination aus parallel und integrativ angeboten werden. Werden die Kurse parallel zum Unterricht angeboten, können sie schulstufen-, schul- oder schulartübergreifend geführt werden.

  • Teilnehmer/-innenzahl
    Die Mindestzahl zur Abhaltung der Sprachförderkurse beträgt 8 Schüler/-innen.

Da über die Einrichtung von Sprachförderkurse die zuständige Behörde (in Oberösterreich die Schulleitung in Absprache mit Pflichtschulinspektorat) entscheidet, sind darüber hinaus die jeweiligen Landesgesetze zu beachten. 

Mehr dazu unter:
www.ris.bka.gv.at und
bildung.bmbwf.gv.at

Muttersprachlicher Unterricht

Zum Artikel "Muttersprachlicher Unterricht"

Besonderer Förderunterricht

Neben dem „normalen“ Förderunterricht gibt es auch noch den „besonderen“ Förderunterricht Deutsch. Dieser ist eine Fördermaßnahme für alle Kinder, deren Muttersprache (Erstsprache) nicht Deutsch ist – das gilt unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Dieser besondere Förderunterricht ist grundsätzlich für die Schüler/-innen gedacht, die nach Ablauf des „a.o. Status“, noch eine Förderung brauchen, kann aber auch für „a.o. Schüler/-innen“ angeboten werden.

In der Pflichtschule kann der besondere Förderunterricht Deutsch für ordentliche Schüler/-innen parallel zum Unterricht (die Schüler/-innen werden für den Förderunterricht aus der Klasse genommen und in dieser Zeit extra unterrichtet) oder integrativ (Klassen/Fachlehrer/-in und der Lehrer/die Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache unterrichten innerhalb des Regelunterrichts im Team) oder, wenn nicht anders möglich, zusätzlich zum Unterricht (etwa nach der letzten Schulstunde) stattfinden.

Achtung

Wird der „besondere Förderunterricht Deutsch“ zusätzlich geführt, und beträgt er mehr als 2 Stunden, dann kann dafür die Gesamtwochenstundezahl der Pflichtgegenstände um bis zu 3 Stunden gekürzt werden.

  • Dauer
    Das Stundenausmaß des „besonderen Förderunterrichts“ beträgt für ordentliche Schüler/-innen an Volks- und Sonderschulen bis zu 5 Stunden und für Schüler/-innen an Neuen Mittelschulen und der Polytechnischen Schule bis zu 6 Wochenstunden.
    Für außerordentliche Pflichtschüler/-innen kann der „besondere Förderunterricht Deutsch“ bis zu 12 Wochenstunden betragen, bei NMS-Schüler/-innen mit besonderen Lernproblemen sogar bis zu 18 Wochenstunden. Volkschüler/-innen dürfen durch nicht mehr als 5 zusätzliche Wochenstunden belastet werden, bei NMS-Schüler/-innen dürfen es nicht mehr als 6 Wochenstunden sein. Ansonsten kann sein, dass entweder der Förderunterricht oder die Stunden der Pflichtgegenstände gekürzt werden.

  • Zweitsprache als "unverbindliche Übung"
    In der AHS kann Deutsch als Zweitsprache als „unverbindliche Übung“ (siehe dazu: Was ist der Unterschied zwischen verbindlicher Übung, unverbindlicher Übung und Freigegenstand?) angeboten werden. Das Wochenstundeausmaß legt die Schule fest.

    Mehr Informationen zum „besonderen Förderunterricht Deutsch“ unter bildung.bmbwf.gv.at

„Verbindliche Übung“ - "Unverbindliche Übung“ - „Freigegenstand“

Neben den Pflichtgegenständen gibt es an Schulen auch noch „verbindliche Übungen“, sowie zusätzlich „unverbindliche Übungen“ und „Freigegenstände“.

  • Verbindliche Übungen
    Alle Schüler/-innen müssen teilnehmen, es gibt keine Benotung.

  • Unverbindliche Übung
    Teilnehmen müssen nur die, die sich angemeldet haben. Es gibt keine Benotung.

  • Freigegenstand
    Teilnehmen müssen nur die, die sich angemeldet haben. Der Freigegenstand wird benotet, allerdings ist hier eine negative Note kein Aufstiegshindernis (das bedeutet kein „Sitzen bleiben“ wegen eines „Nicht Genügend“ in einem Freigegenstand)

Achtung

Sobald ein Kind für eine unverbindliche Übung oder einen Freigegenstand angemeldet ist, ist die Teilnahme verpflichtend.

Gibt es außerhalb der Schule für Kinder mit Migrationshintergrund spezielle Fördermöglichkeiten?

Lernunterstützung, Hausaufgabenhilfe, Nachholen von Pflichtschulabschluss und vieles mehr ist auch außerhalb der Schule möglich. So bieten z.B. viele Volksgruppenvereine verschiedene Unterstützungen an und viele Beratungs- und Bildungseinrichtungen (unter anderem Institut für Interkulturelle Pädagogik (IIP), bfi, Maiz, Acrobaleno) haben diesbezüglich verschiedene Angebote.

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