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Schulen für Sozial- und Gesundheitsberufe

Hinweis

Die Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes 2016 bringt Neuerungen bei der Ausbildung Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen. Derzeit erfolgt eine Umstellungen der Ausbildungsverläufe. Vorläufige Infos dazu finden Sie im Artikel "Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege".


Der folgende Artikel bezieht sich daher nur noch auf die noch auslaufenden "alten" Ausbildungsformen in den Gesundheitsberufen. 



Eine Reihe von Berufsfeldern im Sozial- und Gesundheitsbereich sind nicht für 15jährige zugänglich, sondern erfordern ein höheres Eintrittsalter. Im Rahmen von „14 – was nun?“ stellt sich daher die Frage, welche schulische Ausbildung am günstigsten ist für eine nachfolgende Ausbildung im Sozial- und/oder Gesundheitsbereich.

Vorbereitung für Sozialberufe

Manche Schüler/-innen entscheiden sich hierbei (zum Teil auch versuchs- oder überbrückungsweise) für den Besuch einer wirtschafts- bzw humanberuflichen Schule (zB für eine HBLA mit gesundheitsberuflichem Schwerpunkt im Rahmen der Schulautonomie), andere entscheiden sich für den Besuch einer anderen weiterführenden Schule, manche machen vor dem Einstieg in eine weiterführende sozial- bzw gesundheitsberufliche Ausbildung sogar noch Matura (auch wenn´s formal gar nicht Voraussetzung ist, wie zB bei der Diplomkrankenpflege).

Vorbildung

Eine gezielte Vorbildung für soziale Berufe erfolgt in einer Fachschule für Sozialberufe.
In Oberösterreich gibt es nur einen Standort dieses 3jährigen Schultyps, nämlich in Bad Ischl. Trotz der fachlich fundierten Grundlegung im Rahmen der Ausbildung wird auch Absolventen/-innen von Sozialberufsschulen kaum etwas für einschlägige weiterführende Ausbildungen angerechnet.

Die Fachschule für Sozialberufe vermittelt eine Grundausbildung im Bereich der Sozial- und Pflegedienste. Die Palette dieser Tätigkeitsbilder und Berufe reicht von Krankenpflege, Alten- und Behindertenarbeit, Familienhilfe, Heimhilfe bis hin zur Pflegehilfe und setzt keine Reifeprüfung voraus.

Persönliche Voraussetzungen

für den Besuch einer Sozialberufsschule:
Freude und Interesse an der Arbeit mit Menschen, Toleranz, Kreativität, psychische Belastbarkeit, Bereitschaft zur Teamarbeit.

Ausbildung

Im ersten Ausbildungsjahr geht´s um die Grundlagenvermittlungen im Hinblick auf die Arbeit in helfenden Berufen sowie die Familienpraktika und es werden die verschiedenen Berufsbilder im Sozialbereich erarbeitet.
Im zweiten Ausbildungsjahr finden 3 Familienpraktika (jeweils 4 Wochen) statt. Die hier gewonnen Erfahrungen werden von Kommunikation und Supervision aufgearbeitet. Das theoretische Fundament wird erweitert und vertieft (zB Krankenbetreuung, Somatologie). Im dritten Ausbildungsjahr finden drei betreute Sozialpraktika (zB in Krankenhäusern, Altenwohn- und Pflegeheimen) statt, ebenso wird die Fachtheorie weiter vertieft (zB Altenhilfe, Behindertenarbeit, Soziologie – spezielle Fächer werden oft von Sozialarbeitern/-innen sowie
auch von Gesundheits- und Krankenpflegern/-innen unterrichtet).

Fachschulen

Die 2- bis 3-jährigen, teilweise berufsbegleitenden Fachschulen für Sozial- und Gesundheitsberufe setzen ein bestimmtes Mindestalter von je nach Ausbildungstyp 17 bis 19 Jahren voraus, da der spätere Berufsverlauf eine gefestigte Persönlichkeit, großes Verantwortungsbewusstsein sowie erhöhte physische und psychische Belastbarkeit erfordert.
Beispiele dafür sind Ausbildungslehrgänge im Bereich der Altenbetreuung, Familienhilfe und Pflegehilfe.

Die meist an Krankenhäuser angeschlossenen Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege dauern 3 Jahre. Die Ausbildung erfolgt mit einem starken Praxisbezug im Krankenhaus bzw. anderen Pflegeeinrichtungen. Die Schüler/-innen sind während der Dauer ihrer Ausbildung kranken- , unfalls- und pensionsversichert und erhalten ein Taschengeld. Weiters gibt es noch eine Fachschule für medizinisch-technischen Fachdienst.
(Die Ausbildung zur Hebamme oder zum gehobenen medizinisch-technischen Dienst setzt die Matura voraus!)

Die Entwicklung der Bevölkerungspyramide weist auf einen zusätzlichen Bedarf der Alten- und Krankenpflege hin. Es liegt jedoch an der Politik, wie viel in diesen Bereich in Zukunft investiert wird.

Schulen für Sozial- und Gesundheitsberufe in OÖ

Die Ausbildung für Sozial- und Gesundheitsberufe ist frühestens ab dem 17. Lebensjahr möglich, davor kann lediglich eine vorbereitende Ausbildung ohne Anspruch auf Anrechnungszeiten absolviert werden.

Viele Ausbildungszweige sind an Auswahlverfahren oder Eignungstests gebunden, da der spätere Berufsverlauf körperliche und psychische Belastbarkeit, eine gefestigte Persönlichkeit und ein hohes Maß an Verantwortungsbewußtsein erfordert.

Wer sich vor Beginn einer Ausbildung ein Bild von der Arbeit in einem Sozialberuf machen möchte , kann das ab dem 17. Lebensjahr im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres tun.
Infos dazu siehe >> Das freiwillige soziale Jahr

Die Ausbildung erfolgt hauptsächlich in an Krankenhäusern angeschlossene Schulen oder durch soziale Einrichtungen wie die Caritas oder das evangelische Diakoniewerk und ist hochspezialisiert. Sollte man also im Ausbildungsverlauf merken, dass der eingeschlagene Weg nicht der richtige ist, dann bleiben meist nur ein Abbruch und eine Umorientierung ohne Anspruch auf Anrechnungszeiten.

Nachstehend daher nur ein kurzer Überblick über ausgewählte mittlere Ausbildungen (= keine Matura als Zugangsvoraussetzung, kein Maturaabschluss) in Sozial- und Gesundheitsberufen.

Sozialberufe

  • Altenfachbetreuer/-in
  • Behindertenbetreuer/-in / Dipl. Behindertenpädagoge/-in
  • Familienhelfer/-in
  • Schulen für Soziale Dienste
  • Jugendbetreuer/-in

Gesundheitsberufe

  • Dipl. medizinisch - technische Fachkraft
  • Dipl. Gesundheits- und Krankenschwester/ -pfleger
  • Dipl. Kinderkrankenschwester/ - pfleger
  • Dipl. psychatrischeR Gesundheits- und Krankenschwester/ - pfleger
  • Pflegehelfer/-in

Freiwilliges Soziales Jahr

Verschiedene Freiwilligentätigkeiten in Sozial- und Umweltbereichen

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