17.12.2021

180 Menschen bei der Online-Jugend­netzwerk­tagung: Jugend­beschäftigung braucht starke Vor­bilder

Unter dem Veranstaltungstitel „Meine Orientierung. Meine Inspiration. Mein Weg. Vorbilder für die junge Generation“ befasste Anfang Dezember 2021 die Online-Tagung der Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer Oberösterreich mit den Fragestellungen, wer die Vorbilder der Jugendlichen sind, in welchen Bereichen sie fehlen und welche Werte junge Menschen prägen. Fazit der Veranstaltung war, dass Vorbilder für Jugendliche enorm wichtig sind und die spätere berufliche Entwicklung beeinflussen. Eltern und Freunden/-innen kommt dabei eine wesentliche Funktion zu. Eine starke Vorbildwirkung genießen auch Angebote für Jugendliche am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt, wie etwa die Produktionsschule.

Vorbilder im un­mittelbaren Um­feld

Denkt man an die Vorbilder der Jugendlichen, zieht man recht voreilig Schlüsse darüber, dass jene in der Musikszene oder in den sozialen Medien zu finden sind. Das stimmt nur bedingt. Jungen Menschen sind die Eltern, nahe Verwandte und Freunde/-innen die größten Vorbilder. Sie tragen dazu bei, dass Jugendliche ein Wertesystem aufbauen können, das ihnen helfen soll, sich in der Welt der Erwachsenen zurecht zu finden.

Fehlen Jugendlichen nahe Bezugspersonen, so fehlt ihnen der Orientierung gebende Leuchtturm. Jugendliche suchen sich dann umso mehr ihre Vorbilder online in den sozialen Medien. Hier treffen junge Menschen auf tolle Persönlichkeiten. Auf der anderen Seite ist diese Welt auch von Egozentrismus, Körperkult und Mobbing geprägt. 

Fehlende Orientierung in der Arbeits­welt

Bei der Berufswahl werden junge Menschen ebenso stark von der Familie und den Freunden/-innen beeinflusst. Die Arbeitswelt wird jedoch immer schneller, digitaler und globaler. Jugendliche brauchen eine ausgiebige Orientierungsphase, um sich für einen geeigneten Beruf entscheiden zu können. Fehlen in der Jugendbeschäftigung den jungen Menschen die Vorbilder und die Orientierung, kann es schnell zu Ausbildungsabbrüchen kommen. Fallen Jugendliche aus dem System, ist es nur mit großem Kraftaufwand möglich, sie wieder zurück ins Ausbildungssystem zu bringen. Das Risiko für Arbeitslosigkeit und Armut steigt von Tag zu Tag. 

Unterstützungs­angebote wichtig

Umso wichtiger ist es, dass moderne Pflichtschulen sensibel für dieses Thema sind und bereits hier Maßnahmen setzen, um Bildungsabbrüche zu vermeiden. Für die Jugendbeschäftigung sind zudem die Unterstützungsangebote am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt unabdingbar. 

Die Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer Oberösterreich setzen sich dafür ein, dass ausgrenzungsgefährdete Jugendliche in die Arbeitswelt integriert werden. Sie vernetzen Maßnahmen am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt, die der Jugendbeschäftigung dienen. Dazu finden regelmäßige Veranstaltungen für die Partnerinnen und Partner des Netzwerkes aus ganz Oberösterreich statt.

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