Mehr Pension mit der Höherversicherung

Mehr Geld in der Pension bekommen - wer möchte das nicht? Die so genannte "Höher­ver­sicher­ung" ist eine Möglichkeit, um die staatliche Pension zu erhöhen. Sie zahlen da­bei nicht in eine Privatversicherung ein, sondern ins öffentliche Pensionssystem.

Mit den eingezahlten Beiträgen erwirbt man einen eigenen Pensionsbestandteil, den "be­sonder­en Steigerungsbetrag". Dieser besondere Steigerungsbetrag errechnet sich nach ver­sicher­ungs­mathe­ma­tisch­en Grundsätzen.

Beiträge zur Höherversicherung

  • Wie viel Sie einzahlen wollen, liegt ganz bei Ihnen. Der jährliche Beitrag darf die doppelte Höchst­bei­trags­grund­lage jedoch nicht übersteigen (das sind mehr als 10.000 €).
  • Die Beiträge zur Höherversicherung müssen spätestens bis zum Ende des Jahres eingezahlt werden, für das sie gelten sollen.

Vorteile der Höherversicherung

  • Im Unterschied zu Leistungen aus der Privatversicherung wird der besondere Steiger­ungs­be­trag 14-mal pro Jahr ausgezahlt.

  • Leistungen aus der «Höherversicherung» sind zu 75 % steuerfrei. Die anderen 25 % wer­den wie die Pension versteuert.

  • Leistungen aus der Höherversicherung werden jährlich der Inflation angepasst.

  • Ein Teil der Leistungen der Höherversicherung geht im Todesfall auf Ihre Hinterbliebenen über.

Höherversicherung und Einkommensteuer

Achtung!

Seit der ArbeitnehmerInnenveranlagung 2016 können Beiträge zur freiwilligen Höher­ver­sicher­ung nur noch dann als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt wer­den, wenn bereits vor dem 1.1.2016 Höherversicherungsbeiträge geleistet wurden. In diesem Fall können die Beiträge bis einschließlich 2020 steuermindernd geltend ge­macht werden. Wurden Höherversicherungsbeiträge erstmalig ab 2016 bezahlt, dann können diese nicht mehr als Sonderausgaben berücksichtigt werden.

Was bringt die Höherversicherung?

Wer beispielsweise mit 40 Jahren 1.000 € einmalig einzahlt, erhält mit 65 rund 120 € mehr an jährlicher Pension. Die Einzahlung hat sich daher in wenigen Jahren gerechnet.

Wer mit 50 Jahren den Betrag einzahlt, erhält rund 95 € pro Jahr mehr an Pension, wer mit 60 - also wenige Jahre vor der Pension - 1.000 € einzahlt, erhält jährlich immer noch rund 70 € mehr Pension dazu. Selbstverständlich sind auch monatliche Einzahlungen möglich, wie der nächste Abschnitt zeigt.

Höherversicherung macht sich bezahlt

Die Höherversicherung ist im Vergleich zu einer privaten Vorsorge äußert attraktiv. Selbst bei Ver­sichert­en, die erst mit 60 einzahlen, amortisieren sich die Kosten in einer Über­schlags­rech­nung nach etwa 14 Jahren Pensionsbezug. Je früher Versicherte etwas einzahlen, desto günstiger ist natürlich das Verhältnis: Zahlen man mit 50 ein, amortisiert sich der Betrag be­reits nach 10,7 Jahren. Bei einer Einzahlung mit 40 Jahren nach 8,2 Jahren. Das Ergebnis gilt für Männer und Frauen gleichermaßen.

Einzahlung in EuroAlter zum Zeitpunkt
der Einzahlung
Alter zum Pensions-antritts

Ertrag
monatlich
in Euro

Ertrag
jährlich
in Euro
Amortisation in x Jahren
10.2603065115,631.618,826,34
10.260406589,061.246,848,23
10.260506568,33956,6210,73
10.260606551,20716,8014,31
10.260656543,19604,6616,97

Höherversicherung vergleichbar mit Schulzeitennachkauf?

Ein Vergleich der Höherversicherung mit dem Nachkauf von Schul- bzw. Studienzeiten ist pau­schal nicht möglich. Wenn Ausbildungszeiten nachgekauft werden, kann sich das sehr unter­schiedlich auf die Kontoerstgutschrift auswirken.

Tipp

Lassen Sie sich von der Pensionsversicherungsanstalt eine Vergleichsberechnung machen, um herauszufinden, ob sich der Nachkauf von Ausbildungszeiten bei Ihnen auszahlt.

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