01.08.2022

COVID-19: FAQ für Berufs­tätige im Gesund­heits- und Pflege­bereich

1, 2 oder 3 G-Regel, was ver­steht man darunter?

RegelBedeutung
3Ggeimpft oder genesen oder getestet
2,5Ggeimpft oder genesen oder getestet mit einem PCR-Test!
2Ggeimpft oder genesen
2G+geimpft oder genesen | UND getestet
1Ggeimpft

Welche Maske muss ich tragen?

Grundsätzlich ist im Gesundheits- und Pflegebereich bei unmittelbarem Bewohnerkontakt eine FFP2 Maske zu tragen, sofern das Infektionsrisiko nicht durch technische Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel die Anbringung von Plexiglaswänden oder Trennwänden minimiert werden kann.

Gibt es Aus­nahmen von der Masken­pflicht?

  • Schwangere müssen nur eine Mund und Nase abdeckende OP-Maske tragen
  • Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr
  • Kinder zwischen 6. und 14. Lebensjahr müssen nur eine Mund und Nase abdeckende OP-Maske tragen.

Wer darf Corona-Test­zertifikate aus­stellen?

  • Freiberufliche Angehörige von Gesundheitsberufen
  • Teststraßen und -angebote von Bundesländern und Gemeinden
  • Apotheken
  • Labore
  • Ärztinnen/Ärzte
  • Betriebe – aber nur dann, wenn die Tests durch entsprechend qualifiziertes und berechtigtes Gesundheitspersonal durchgeführt werden
  • Schulen (für Bedienstete, Schüler und Schülerinnen)

Welche Tests dürfen von einer befugten Stelle ver­wendet werden?

Grundsätzlich dürfen alle Antigen-Tests verwendet werden, die

  • eine CE-Zertifizierung aufweisen  
  • für die Abstrichart "nasopharyngeal" (Nasen-Rachen-Abstrich) zugelassen sind
  • laut Herstellerangaben über eine Sensitivität größer als 90 Prozent und eine Spezifität größer/gleich 97 Prozent verfügen

Können Frei­beruflich Tätige Test­ergebnisse in das Elektronische Melde­system (EMS) ein­tragen?

Nein. Eintragungen in das EMS sind durch Freiberufliche nicht möglich.

Gibt es eine Corona-Impf­pflicht für Gesund­heits­berufe? 

Nein, es gibt keine spezielle Impfpflicht für Angehörige von Gesundheitsberufen. Das Ministerium empfiehlt lediglich die Impfung gegen Corona (siehe Impfempfehlung).

Wer darf gegen Corona impfen?

  • Ärztinnen/Ärzte
  • Medizinstudierende (unter ärztlicher Anleitung und Aufsicht)
  • Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger (nach schriftlicher Anordnung)
  • Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitäter (unter besonderen Voraussetzungen – Verantwortung liegt bei der Ärztin/beim Arzt)

Wie lange gilt der grüne Pass?

StatusGültigkeit
genesen180 Tage ab Genesung
genesen und dann geimpft180 Tage ab Impfung
2 x geimpft180 Tage ab 2. Impfung; für Personen unter 18 Jahren: 210 Tage
2 x geimpft und dann genesen180 Tage ab Genesung
ab 3 x geimpft365 Tage ab 3. Impfung
ab 3 x geimpft und dann genesen365 Tage ab 3. Impfung oder
180 Tage ab Genesung (falls dieser
Zeitraum über die 365 Tage hinausgeht)

 

Ich bin schwanger, darf ich weiterarbeiten?

Bis zum 30.6.2022 durften Frauen ab Beginn der 14. Schwangerschaftswoche, bei denen aufgrund der Art der Tätigkeit am Arbeitsplatz physischer Körperkontakt mit anderen Personen erforderlich war, nicht mehr beschäftigt werden. Diese Sonderfreistellungsregelung gilt seit 01.07.2022 in dieser Gestalt nicht mehr. Es ist jedoch darauf zu achten, ob – je nach epidemiologischer Lage – eine Verordnung existiert, welche die Voraussetzungen, Zeiträume und dergleichen für eine Sonderfreistellung bis zum absoluten Beschäftigungsverbot regelt. 


Muss man sich registrieren lassen?

Ja, wenn man in einem der 11 registrierungspflichtigen Berufe arbeitet, muss man sich vor Arbeitsantritt registrieren lassen. Ausnahmen gibt es nur für Berufsangehörige mit einem Anerkennungs- oder Nostrifzierungsbescheid.

Gibt es Sonder­regelungen für Aus­bildungen/Fort­bildungen während der COVID-19 Pandemie?

Die Fortbildungspflicht ist grundsätzlich nicht aufgehoben, Ausnahmen gib es nur bei Sanitäterinnen und Sanitäter. Bei Ausbildungen für DGKP-Spezialisierungen wird die 5-Jahresfrist für die Dauer der Pandemie gehemmt.

Wann gehört man einer Risiko­gruppe an?

Wenn die Vermutung besteht, dass man einer Risikogruppe entsprechend der Verordnung Risikogruppen angehört, dann sollte das mit der behandelnden Ärztin / dem behandelnden Arzt besprochen werden. Diese/r kann ein entsprechendes Attest ausstellen. Ein Attest darf allerdings nur ausgestellt werden, wenn man aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden darf oder die Impfung aus medizinischen Gründen nicht wirkt.

Ein Attest dürfen allerdings nur jene Personen mit Erkrankungen erhalten, bei denen im Falle einer Corona-Infektion von einem schweren Krankheitsverlauf auszugehen ist und die darüber hinaus aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder die Impfung aus medizinischen Gründen nicht wirkt. 

Ich gehöre einer Risiko­gruppe an, darf ich trotzdem arbeiten? 

Das Covid-19-Risiko-Attest bestätigt ein möglicherweise erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Daraus ergibt sich ein Anspruch auf (zusätzliche) Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz. Können Angehörige einer Risikogruppe dadurch nicht ausreichend geschützt werden, haben sie ab 01.08.2022 wieder die Möglichkeit von einer Freistellung Gebrauch zu machen. Diese Regelung ist vorerst bis 31.10.2022 befristet.

Dürfen Beschäftigte von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Kuranstalten und dergleichen trotz Corona-Infektion arbeiten gehen?

Die neue Verkehrsbeschränkungsverordnung sieht vor, dass Mitarbeiter/-innen von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, Kuranstalten, stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe trotz einer Corona-Infektion arbeiten gehen dürfen. 

Wann darf ich als infizierte symptomlose Person meinen Arbeitsplatz nicht betreten?

Infizierte Beschäftigte dürfen ihren Arbeitsplatz dann nicht betreten, wenn entweder das durchgehende Tragen einer Maske am Arbeitsort aus medizinischen Gründen, insbesondere bei einer bestehenden Schwangerschaft, nicht möglich ist oder das durchgehende Tragen einer Maske die Erbringung der Arbeitsleistung unmöglich macht (z. B. bei Logopäd/-innen). In beiden Fällen kann jedoch dann gearbeitet werden, wenn geeignete organisatorische oder räumliche Schutzmaßnahmen vom Arbeitgeber (z. B. Einzelbüros) getroffen werden.

Gilt eine An­steckung mit Corona am Arbeits­platz als Berufs­krankheit? 

Wenn man sich nachweislich am Arbeitsplatz mit Corona infiziert hat, kann die Infektion unter Umständen als Berufskrankheit gelten. Wichtig ist, dass der Verdachtsfall der AUVA gemeldet wird. Diese überprüft, ob Anspruch besteht. Siehe dazu auch: COVID-19 als Berufskrankheit 

Wenn man im Gesund­heits- und Pflege­bereich tätig ist, darf man dann auch nur eine gewisse Anzahl an Corona-Tests pro Monat machen?

Für Mitarbeiter/-innen, welche in bestimmten Bereichen tätig werden, stehen weiterhin unbeschränkt und kostenlos Tests zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Mitarbeiter/-innen in Alten- und Pflegeheimen
  • Mitarbeiter/-innen von Kranken- und Kuranstalten
  • Erbringer mobiler Pflege- und Betreuungsdienstleistungen
  • Personenbetreuer/-innen in der 24-Stunden-Betreuung und persönlichen Assistenz von Menschen mit Behinderung
  • Mitarbeiter/-innen von Rettungsdiensten
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