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Crowdworking, Clickworking, Casual work und Co. Überblick über neue Arbeitsformen

Die Wirtschaft vernetzt sich international immer mehr, der Wettbewerbs wird schärfer. Arbeitgeber wollen die Arbeitskosten senken und Beschäftigungsbedingungen flexibilisieren.

Das hat neue Beschäftigungsformen in Europa entstehen lassen. Der aktuelle Report (Link zur Langfassung - pdf, englisch; Link zur Kurzfassung - pdf, deutsch) der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Europa (Eurofound) hat diese erstmals erhoben und eine Einschätzung ihrer Auswirkungen abgegeben. 

Beziehung Unternehmen-Beschäftige ändert sich

Die "neuen" Arbeitsformen unterscheiden sich vom Normalarbeitsverhältnis sowie der atypischen Beschäftigung in mehrfacher Weise: Traditionelle Eins-zu-eins-Beziehungen zwischen Arbeitgebern/-innen und Arbeitnehmer/-innen verändern sich, die Art der Arbeitsorganisation folgt ebenso nicht mehr gewohnten Mustern. Der Report arbeitet 9 unterschiedliche Formen heraus, die allesamt in den vergangenen 15 Jahren in unterschiedlicher Intensität in den europäischen Ländern auftreten. Sie haben für die Arbeitnehmer/-innen unterschiedliche Folgen.

  • Mitarbeiter-Sharing (Employee sharing oder Labour sharing)
    bezeichnet eine Beschäftigungsform, wo ein/-e einzelne/-r Arbeitnehmer/-in gemeinsam von mehreren Arbeitgebern eingestellt wird, um den Personalbedarf mehrerer Unternehmen zu decken. Dies führt zu einer Vollzeitbeschäftigung für den/die Einzelne/-n.

  • Job-Sharing
    meint das Aufteilen eines Vollzeitarbeitsplatzes auf mehrere Arbeitnehmer/-innen. Das Besondere daran ist, dass die für den Arbeitsplatz vorgesehen Mitarbeiter/-innen sich ihre Verfügbarkeiten selbst untereinander koordinieren.

  • Interimsmanagement,
    bei dem hoch qualifizierte Experten/-innen befristet auf Projektbasis oder zur Lösung eines spezifischen Problems eingestellt werden.  

  • Gelegenheitsbeschäftigung (Casual work)
    als eine Beschäftigungsform bei der ein Arbeitgeber nur bei Bedarf auf den/die Arbeitnehmer/-in zugreift.

  • IKT-basierte mobile Tätigkeiten (Mobile work),
    bei denen Beschäftigte orts- und zeitunabhängig, völlig entgrenzt, mithilfe moderner Technologien, ihre Arbeit ausführen können.

  • Beschäftigung aufgrund von Gutscheinsystemen (Voucher based work),
    bei der die Entgeltung der Arbeitsleistung mit Gutscheinen oder Schecks, die bei Dritten erworben werden können, erfolgt.

  • Portfolioarbeit (Portfolio work),
    bei der eine selbständig tätige Einzelperson für eine große Zahl von Kunden/-innen für jeweils kleine Einzelaufträge arbeitet.

  • Crowdsourcing,
    bei dem über eine Online-Plattform Arbeitgeber und Erwerbstätige vermittelt werden. Häufig für umfangreichere Aufgaben, die unter den Crowdworkern in einer „virtuellen Cloud“ aufgeteilt werden.

  • Kooperatives Arbeiten (Collaborative Employment)
    als eine Arbeitsform, bei dem Freiberufler, Selbständige oder Mikrounternehmen zusammenarbeiten.

Folgen noch nicht abschätzbar

Die neuen Beschäftigungsformen sind im Detail sehr voneinander abzugrenzen, sie treten in den einzelnen Ländern in unterschiedlicher Intensität auf. 

Ziel ist es, ...

... zusätzliche Flexibilität sowohl für Arbeitgeber/-innen und/oder Arbeitnehmer/-innen zu schaffen. Während einige Beschäftigungsformen positives Potenzial für beide Gruppen haben können, warnt die AK bei manchen vor negativen Folgen auf die Arbeitsbedingungen sowie für den gesamten Arbeitsmarkt.


Crowdworking

Neue Formen der Arbeit wie Crowdwork oder Crowd Employment haben auch negative Folgen für Beschäftigte.

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